StartseiteDie Jägerschaft BurgdorfHistorieÜber das Jagdhornblasen

Mehr oder weniger seit dem Zeitpunkt des Entstehens der Jägerschaft Burgdorf haben sich in dieser immer wieder interessierte Jagdhornbläser in kleinen Gruppen zusammengefunden, so in Burgdorf, Lehrte, Uetze, Burgwedel und in der Wedemark. Dabei wird von den meisten Bläsern das heute wohl gebräuchlichste Jagdhorn, das sogenannte "Fürst-Pleß-Horn" verwendet. Dieses Horn trägt ab 1880 den Namen des Oberjägermeisters des Kaisers Wilhelm I, Fürst von Pleß, der zu seiner Verbreitung wesentlich beitrug.

Im Jahr 1959 forderte der damalige Jägerschaftsvorsitzende Robert Cornelsen Herrn Kurt Schönthier auf, im Bereich der Jägerschaft eine Jagdhornbläsergruppe zu gründen. Dies geschah dann am Buß- und Bettag 1959 in der Gaststätte Winter in Bilm. Zu den damaligen Gründern gehören u. a. Max Cratzki, Adolf Winter, Heinz Ruck, Adolf Bertelmann, Kurt Bartels und Herbert Köhler. Gleichzeitig formierte sich aber auch eine Bläsergruppe mit den Herren Franz Belz, Willi Voltmer, Rudi Köhler, Horst Diers und anderen in Wettmar. Im Laufe der kommenden Monate wuchsen beide Bläsergruppen schnell heran und übten später regelmäßig zusammen. Erster Obmann für das Jagdhornblasen war Kurt Schönthier. Er wurde später von Jochen Kannegießer abgelöst, dieser sodann von Hansgeorg Böttcher, der das Amt bis heute inne hat.





In der Jägerschaft Burgdorf erlebte auch das Parforcehornblasen eine besondere Blütezeit. Seit ca. 1983 formierten sich die lsernhagener Parforcehorn-Bläser, welche dem Hegering Isernhagen in der Jägerschaft Burgdorf angehörten. Diese Gruppe wurde musikalisch geleitet von Jochen Kannegießer und besteht heute leider nicht mehr. In der Zeit ihres Bestehens war die kleine Gruppe der Parforcehornbläser zwar hauptsächlich im Bereich des Kreises der Jägerschaft Burgdorf tätig, wurde aber auch als Kulturträger von der Gemeinde Isernhagen und vom Landkreis Hannover mehrmals im Ausland, beispielsweise Großbritannien, der damaligen Sowjetunion und Frankreich musikalisch gefordert und eingesetzt.

Auch an diversen Blaswettbewerben nahm die Gruppe teil. Sie errang beispielsweise 1986 beim internationalen Wettbewerb in Nürnberg den zweiten Platz.

Die ehemaligen Bläser um Kurt Schönthier teilten sich auf in die Bläsergruppen der Hegeringe Uetze und "Das Große Freie". Da die Zahl der interessierten Bläser jedoch ständig wuchs, bildeten sich in den Hegeringen auch weitere einzelne Bläsergruppen, so 1968 in der Wedemark und 1974 in Burgwedel-Thönse, in jüngerer Zeit auch die "Kolshorner Moor Bläser" sowie die "Parforcehorngruppe Burgdorf".
Die unterschiedliche Aisrichtung in und der Bläsergruppen führte dazu, daß sich das bläserische Niveau in den einzelnen Gruppen unterschiedlich entwickelte. So gab man das einmal im Monat bis 1990 gemeinsam veranstaltete Blasen aller Gruppen sodann auf.

Neben den Jagdhornbläsern der Wedemark, unter aktueller Leitung von Herrn Immo Ortlepp, die sich insbesondere durch die Ausbildung von Bläsernachwuchs auszeichnen und In den vergangenen Jahren auf diversen Blaswettbewerben auch ansehnliche Erfolge erzielten, etwa in der Gruppe "C" bei dem Landeswettbewerb im Jagdhornblasen im Jahre 1994 den Landesmeister stellten und in der

Gruppe "8" im Jahr 1996 Vizemeister wurden, hat sich insbesondere das Bläsercorps Burgwedel-Thönse in der Jägerschaft Burgdorf als Leistungsträger herauskristallisiert. Das Bläsercorps Burgwedel-Thönse wurde im Jahr 1974 von seinerzeit 9 Mitgliedern gegründet. Die Gruppe nimmt seit 1976 regelmäßig an Landeswettbewerben im Jagdhornblasen teil und besteht zwischenzeitlich aus 25 Mitgliedern. Derzeitiger musikalischer Leiter der Gruppe ist der Solohornist der Radiophilharmonie Hannover, Johannes-Theodor Wiemes. Seit 1984 hat die Gruppe bei den Landeswettbewerben im Jagdhornblasen regelmäßig die goldene Hornfesselspange errungen und hat sich wiederholt für die Teilnahme am Bundeswettbewerb im Jagdhornblasen qualifiziert. Beim letzten Bundeswettbewerb in Kranichstein (Hessen) 1996 konnte sich die Gruppe mit ihrer Leistung abermals sehen lassen; sie blies sich in die Gruppe der zehn Besten aus dem Bundesgebiet.


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