StartseiteJagdhornbläserJagdhornbläserkorps "Das Große Freie"

Warum das Jagdhornbäserkorps “Das Große Freie” seinen Namen trägt

Dazu ist es notwendig, einen kleinen Ausflug in die Geschichte zu machen. Östlich von Hannover gab es bis in das Mittelalter große zusammenhängende Waldflächen. Eine alte Überlieferung sagt, dass ein Eichhörnchen von Hannover nach Braunschweig durch die Wipfel springen konnte, ohne irgendwo den Boden zu berühren. Diesen Wald nannte man den Nordwald und die Menschen, die in den Dörfern auf Rodungsflächen und südlich dieses Waldes siedelten, nannte man bereits im Mittelalter „Die Freien vor dem Nordwald“. So geht es aus einer Urkunde des Bischofs von Hildesheim aus dem Jahre 1236 hervor. Die Bewohner dieser Dörfer vor dem Nordwald hatten bereits damals besondere Rechte. Sie waren von Abgaben gegenüber dem König befreit, konnten über ihren Grundbesitz frei verfügen, durften Bier und Branntwein brauen, die Hoch-und Niederwildjagd ausüben, Schützenfeste veranstalten und hatten auch eine eigene Gerichtsbarkeit. Die Gegenleistung für diese Freiheiten war die Leistung des Wehrdienstes, zu dem jedes Dorf eine festgelegte Anzahl von Soldaten zu stellen hatte. Um 1200 gingen die Orte als Teil der "Großen Grafschaft" auf die Grafen zu Lauenrode über, die unter der Lehnsherrschaft der Hildesheimer Bischöfe standen, bis die braunschweigischlüneburgischen Welfen 1248 das Gebiet erwarben. Zwischen ihnen und den Bischöfen entbrannten in den folgenden Jahrhunderten wiederholt Kriege um das Gebiet der Freien. Aus den Dörfern wurde die Amtsvogtei Ilten gebildet, die zunächst Verwaltungsbezirk der Herzöge von Lüneburg und später des Königreiches Hannover war. Vor 120 Jahren gingen dann die Verwaltungsgeschäfte auf das Amt Burgdorf, den späteren Landkreis Burgdorf, über. Das Amtshaus in Ilten wurde nicht mehr benötigt und von den „Freien“ an den Gründer des Klinikums Wahrendorff verkauft.

Die 14 Dörfer des Großen Freien gehören heute zu den Städten Lehrte und Sehnde. Jeweils eine Ortschaft liegt in Hannover und in Hohenhameln. Mit der Verwaltungs-und Gebietsreform im Jahr 1974 verlor dann auch der Landkreis Burgdorf seine Eigenständigkeit und wurde Teil des Landkreises Hannover, dessen Aufgaben, u.a. die der Jagddbehörde, seit 2001 die Region Hannover weiterführt.

Der Name des Großen Freien wird in einer Schützenbruderschaft dieser Orte und in dem Hegering „Das Große Freie“ der Jägerschaft Burgdorf als Erinnerung an die Geschichte dieses Gebietes fortgeführt.

(Zusammenfassung: J. Kollecker)


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... vom Jagdhornbläserkorps "Das Große Freie"

2010 - Rückblick auf ein musikalisches Jahr
Unter dieser Überschrift kann das zurückliegende Jahr für das Jagdhornbläserkorps "Das Große Freie" betrachtet werden und was hat sich ereignet? Wie immer trafen wir uns am Jahresanfang und haben ü...

 

Wieder auf den vordersten Plätzen
Bei dem diesjährigen Bundeswettbewerb der Jagdhornbläser-Gilde e.V. im Klenzepark/Ingolstadt vom 13.05. bis 15.05.10 haben sich die Jagdhornbläser des Hegeringes "Das Große Freie" wieder unter die...




Chronik


Mit Rundschreiben vom 03.09.1998 an die Revierinhaber des Hegerings „Das Große Freie“ bat unser ehemaliger Hegeringleiter Herr Dr. Jan Cornelsen um die Benennung von Personen, welche sich für das Jagdhornblasen interessieren. Das war somit der Beginn der Geschichte des Jagdhornbläserkorps „Das Große Freie.“ Die ersten Bläser trafen sich erstmals am 14. September 1998 im zukünftigen Übungslokal Gaststätte/Hotel „Deutsches Haus“ in Ilten zur ersten Übungsstunde. Die musikalische Leitung oblag unserem Bläserobmann Herrn Berthold Jöhrens.

Zur ersten Übungsstunde waren folgende Bläser erschienen:

Werner Dreyer (Sehnde), Berthold Jöhrens (Ahlten), Hans-Joachim König (Ilten), Jürgen Kollecker (Höver), Dr. Heinrich Meyer (Höver), Eckart Mörlins (Bilm), Jörn Ohlendorf (Ilten), Hartmut Scholz (Lehrte).

Wir waren eine gemischte Gruppe vom „Anfänger bis zum Könner“ und gingen mit viel Freude und Elan ans Werk, um das Jagdhorn zu beherrschen. Signale für die Jagd und zur Ausgestaltung einer Hegeringversammlung wollten wir erlernen und vertiefen, hinzu kamen Geselligkeit und ein Miteinander. Außerdem wollten wir Brauchtum und Kultur wieder entdecken.

Bereits nach kurzer Zeit konnten wir im Bereich unseres Hegerings unsere ersten öffentlichen Auftritte bei Geburtstagen und anderen feierlichen Anlässen verzeichnen.

Nach einiger Zeit mussten wir uns dann ein neues Übungslokal suchen, da man für uns keinen Platz mehr hatte. Wir machten uns auf die Suche nach einem neuen Domizil und konnten dann im Gemeindehaus der evangelisch - lutherischen Kirche in Ilten unsere Übungsstunden fortsetzen. So nach und nach kamen immer wieder neue „Gesichter“ hinzu, Notenkenntnisse waren bei uns nicht erforderlich und somit keine Voraussetzung. Dadurch fand so mancher einen unkomplizierten Zugang zur jagdlichen Musik.

2002 war es dann soweit. Voller Mut meldeten wir uns beim Jagdhornbläserwettbewerb in Springe an und erlebten so unsere ersten Erfahrungen mit einem Auftritt vor Juroren und Publikum. Zittern in den Knien, feuchte Hände und ein trockener Hals machte einem schon zu schaffen. Das Resultat ließ sich sehen: Platz 24 von 27! Da fiel uns doch gleich der Gedanke ein: “Dabei sein ist alles!“

Im Jahre 2003 schlossen sich dann, nach ausführlichen Gesprächen, weitere Jagdhornbläser unserer bisher 15 „Mann“ starken Truppe an.
Das Gemeindehaus wurde zu klein und wir fanden in der Gaststätte Adolf Winter (Bilm) einen neuen Übungsraum. Er hatte gleich mehrere Vorteile: Es war ein großer Saal zum Üben vorhanden und nach getaner „Arbeit“ konnten die trockenen Kehlen sogleich gespült werden. Auch hatte Adolf Winter als Jäger oft Verständnis für unsere „Querschläger“.

Nach 7 Jahren intensiver Bläserarbeit legte Herr Berthold Jöhrens, welcher mit viel Einsatz und Engagement die Gruppe geleitet hat, die musikalische Leitung des Korps in die Hände von Frau Meike Unger. Die Organisation des Korps obliegt unserem Bläserobmann Herrn Hans-Joachim König.

Da das Interesse an der Jagdhornbläserei sehr groß war und das Spektrum der jagdlichen Musik noch lange nicht ausreichend genutzt wurde, bildeten wir 2006 eine Parforcehorngruppe innerhalb des Korps. Sie bereichern mit ihrem Repertoire bei gemeinsamen Auftritten unser Programm.

Über all die Jahre, bis heute, konnte das Bläserkorps mit seinen ca. 45 Aktiven sein gutes bläserisches Können halten, viele gute Platzierungen bei Landeswettbewerben erreichen und sich dadurch für den Bundeswettbewerb auf dem Jagdschloss Kranichstein in Hessen qualifizieren.

Aktuell besteht das Jagdhornbläserkorps aus 68 Personen im Alter von 9 bis 71 Jahren. Einen Großteil dieser Mitglieder bilden die 29 Kinder und Jugendlichen.

Hans-Joachim König
Bläserobmann Hegering „Das Große Freie“



Übungszeiten:
Immer donnerstags von 18:30 - 21:00 Uhr.
Übungsort:
Hotel/Gaststätte “Zur Linde”, in 31319 Sehnde, Am Denkmal 1



Wir bieten eine kostenfreie Ausbildung für alle Jagdscheinanwärter sowie Jagdscheinanwärterinnen, Jäger und Jägerinenn sowie alle Interessierten innerhalb der Gruppe in allen Altersklassen an.

Notenkenntnisse sind nicht erforderlich.

Musikalische Leitung :
Meike Unger
Lehrter Str.62
30559 Hannover
Tel.: (05 11) 952 58 15

Organisation/Sprecher:
Hans-Joachim König
Im Wiesenhof 9
31319 Sehnde / Ilten
Tel.: (0 51 32) 9 33 73


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